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Basti goes America

Eigentlich bin ich jetzt schon 2 Wochen hier und hatte mir vorgenommen, gleich loszubloggen. Aber wie das so ist mit guten Vorsätzen…

Seit heute habe ich nun endlich einen Internetanschluß in meinem Zimmer und werde euch nun alles der Reihe nach berichten.

Der Flug

Am 23.April ging es also endlich los. Toni kam einen Tag vorher am Nachmittag mit dem Zug in Berlin an, so dass wir unser Gepäck gemeinsam nochmal auf die Einhaltung der Flugbestimmungen prüfen konnten. Auf internationalen Flügen darf man 2 Gepäckstücken à 23kg mitnehmen, sowie 1 Rucksack als Handgepäck. Alles muss natürlich einer bestimmten Größe entsprechen, aber da haben wir mit unseren Standardkoffern eigentlich keine Probleme. Zum Glück haben unsere Koffer Rollen, sodass wir sie auf den Flughäfen wenigstens hinter uns herziehen konnten, nur unsere Reisetaschen mußten wir selbst tragen.

Morgens um 8.30Uhr haben wir uns dann auf den Weg Richtung Flughafen Tegel gemacht. Um diese Uhrzeit durch die Stadt zu fahren stellte sich dann doch nicht als vorteilhaft heraus. Baustellen, rote Ampeln, Fahrradfahrer, die sich durch den Stau schlängelten, sowie Vollsperrungen am Flughafen durchkreuzten unseren Zeitplan, 2 Stunden vor Abflug, am Flughafen zu sein. Am Ende waren wir ca. 10.20 Uhr vor unserem Terminal, welcher auch schon zum Einchecken blinkte. In der Schlange befanden wir uns trotz unserer Verspätung relativ weit vorn und konnten nach 30 Minuten warten unser Gepäck aufgeben um uns dann in den Wartesaal und später in das Flugzeug zu begeben.

Nach dem Safety-Video, das uns die Notausgänge und die Benutzung der Luftmasken erklärt, begrüßt uns der Pilot auf Deutsch und Englisch, beides mit amerikanischem Akzent, und teilt uns mit, dass wir in wenigen Minuten starten. Kerosingestank dringt in meine Nase und ich werde in den Sitz gedrückt, während ich am Fenster beobachten kann, wie wir den sicheren Boden verlassen und uns langsam von Berlin in Richtung Amerika bewegen. Ich merke, dass ich doch schon lange nicht mehr geflogen bin, ein Gefühl ähnlich dem beim Achterbahn fahren, nur dass man ja wirklich abhebt. Es scheinen aber alle den Start gut zu überstanden haben, sodass keine Vomit-Tüte zum Einsatz kommen muss. Was mich erstaunt hat, sind die vielen Snacks, die wir während unseres 9 Stunden langen Fluges nach New York bekommen.
In New York angekommen, reihten wir uns in der Schlange zur Immigration ein. Es ging schleppend voran und wir hatten nur nach 2 Stunden bis zum Start unseres nächsten Flugzeugs, das uns dann nach San Francisco bringen sollte. Nach 30 Minuten waren wir dann aber doch an der Reihe, durften nochmal kurz in die Kamera grinsen und den Grund unseres Aufenthalts in Amerika nennen und wurden dann offiziell in den Staaten begrüßt. Unser Visum wurde auch gestempelt und ist 1 Jahr gültig. Nachdem wir unser Gepäck wieder in unseren Händen hielten, ging es gleich weiter durch den Zoll zum nächsten Check-In. Wieder einmal hieß es anstehen, alle metallenen Gegenstände ablegen und warten. Unser Anschlussflugzeug sollte an Gate 22 starten.
Da wir nur noch 20 Minuten Zeit hatten, hetzten wir durch den New Yorker Flughafen, der schon um einiges größer war, als der Berliner Flughafen Tegel, zu unserem Gate. Und wieder einmal saßen wir nicht zusammen, diesmal aber beide in der Mitte und in einem kleineren Flugzeug, demnach nicht sonderlich bequem. Nach 45 Minuten schwitzen, in New York war es verdammt heiß an diesem Tag, teilte uns der Pilot über Lautsprecher mit, dass wir ein Leck am rechten Flügel haben. Die Folge war, dass sie zum Reparieren den Tank leeren müssen und wir das Flugzeug wieder verlassen müssen. Am Schalter wurde dann eine Verspätung von 2 Stunden angezeigt. Ich habe unserem Kontaktmann in Sunnyvale noch eine SMS mit unserer Verspätung geschrieben, bevor wir uns auf den Weg zu einem echten amerikanischen Burger von Burger King machten.
Unser Gate lag leider am anderen Ende, sodass wir wieder durch den halben Flughafen laufen mussten. Hier fielen uns erstmals die vielen übergewichtigen Menschen auf. Auch bei Burger King, was nebenbei gesagt mit 3 Mitarbeitern vollkommen unterbesetzt für ein Flughafenschnellrestaurant war, begrüßte uns mürrisch eine sehr dicke schwarze Frau ungefähr unseren Alters. Wir vertreiben uns die Zeit mit Rolltreppen fahren und leider erfolgloser WLAN Suche, da wir immer noch keine Antwort von unserem Kontaktmann in Sunnyvale haben.

Stunden später befinden wir uns wieder an Board eines Flugzeugs auf dem Weg nach San Francisco. Diesmal fliegen wir nur noch über Land und man muss schon zugeben, dass sich uns bei Nacht durch die amerikanische Straßen- und Gartenbeleuchtung ein atemberaubender Anblick bietet. Leider sind unsere Digicams nicht in der Lage dieses einzufangen. Turbulenzen gab es auf dem 6-stündigen Flug, trotz klarer Sicht, sehr viele. Wir sind sogar um ein Gewitter herumgeflogen, was durch die Blitze, die durch die in der Luft zu schweben scheinenden Wolken donnerten, wirklich spektakulär aussah.
Blick vom Flugzeug

Am Flughafen angekommen, holte uns Al, unser Kontakt bei SigmaQuest (der Firma, bei der wir hier arbeiten werden), pünktlich am Flughafen ab, um uns nach Sunnyvale zu unserem Apartment zu fahren. Während der Fahrt erklärt er mir ein bisschen die Gegend und die Firmen, die hier ihren Sitz haben. Wir sind wohlbehalten nach 18 Stunden Flug im berühmten Silicon Valley angekommen.

5 Kommentare
  1. Rainer John sagt:

    Hallo Basti,
    na hast es doch geschafft. Bist also auch zum Blogger geworden. Komisch, habe auch damit begonnen auf meinem Web-Server.
    Ansonsten viel Spass bei den Amis…

  2. Monique Klunker sagt:

    Hallo Toni, ist ja toll, dass du dein Diplom im Amiland machen kannst und dazu auch gleich noch in Kalifornien. Ich wünsch dir viel Spaß dabei und viele nette Erfahrungen. Lg aus dem verregneten Dt.
    Monique

  3. Andreas sagt:

    Echt klasse, man!! Ich wünsche Dir viel Erfolg ins den Staaten. Bin gespannt, wann und für wieviel Millionen Du Dein erstes Startup-Unternehmen verkaufen wirst! ;-)

    Beste Grüße
    Andreas

  4. kuskus green sagt:

    “In New York angekommen, reihten wir uns in der Schlange zur Immigration ein.” – sehr gut! =D

    basti basti

    hört sich ja echt so an als ob am andern ende der welt wirklich vieles anders is. bin jespannt auf deine berichte dude. viel spaß und dass alles klappt!

    wir sprechen uns, *hugs

  5. Basti sagt:

    Wow, danke für die ganzen Kommentare.

    An Andreas: Na wer weiß, bin selber gespannt ;)

    An Annika: Danke. Mal sehen was noch alles passiert.

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