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Basti in America – Besuch bei Google

Als wir erfuhren, dass wir die Möglichkeit bekommen, Google einen Besuch abzustatten, konnten wir unser Glück kaum fassen. Es passiert ja immerhin nicht alle Tage, von einem Google Mitarbeiter zu einem Mittagessen und anschließender Besichtigung des bekanntesten Internet Unternehmens dieser Zeit eingeladen zu werden.

Wir verabredeten uns mit Misko Hevery um die Mittagszeit am Headquarter. Herr Hevery hat übrigens an Google Checkout mitgearbeitet, was einem eine anonyme und bequeme Art der Bezahlung in Online Shops ermöglicht.

Google Eingang

Das Google Headquarter befindet sich also in dem Ort Mountain View, direkt neben Sunnyvale. Es ist ein riesiger Gebäudekomplext. Am Empfang angekommen, entdecken wir schon das erste Gadget. Während wir unsere Visitor Badges ausdruckten, konnten wir an der Wand projizierte Suchanfragen entdecken, die wohl gerade an Google gestellt werden.

Nachdem wir die Formalitäten hinter uns gelassen hatten und Herr Hevery uns abholte, durften wir uns mit ihm als Begleitung, frei auf dem Gelände bewegen. In die meisten Häuser kamen wir aber nur mit seiner ID-Karte, die die Türen wie in einem Märchen aufschwingen ließ.

Drinnen sah es wirklich aus wie im Schlaraffenland. Ich bin ja Kantinen von größeren Firmen schon gewöhnt, aber das was ich hier zu sehen bekam, übertraf gänzlich meine Vorstellung. Nicht nur die Menge, sondern auch die Auswahl waren schlichtweg überwältigend. Es gab chinesisches, italienisches, indisches, europäisches und amerikanisches Essen, Obstbars, Salatbars, Snackbars und auch alle möglichen Getränke. Und alles davon war kostenlos, soviel man wollte! Meine Augen waren natürlich größer als mein Hunger, deswegen nahm ich mir von allem ein bisschen und bis auf den Obstsalat blieb die Hälfte auch auf meinem Teller liegen.

Google im Freien

Danach brachte uns Herr Hevery in ein anderes Gebäude, die Dessert-Kantine. Eine ganze Kantine voller leckerer Süßigkeiten. Man könnte an dieser Stelle denken, mein Gott wie müssen die Leute denn aussehen, die dort arbeiten, wenn sie tagtäglich soviel zum Essen bekommen. Berechtigt, aber auch dagegen hat Google ein Mittel gefunden.

Den Komplex, den wir als nächstes betraten, war das Fitnessstudio. Hier wartete schon der persönliche Trainer darauf, dir deinen heutigen Plan in die Hand zu drücken und dich dann beim Radfahren, Schwimmen oder Hanteln stemmen zu überwachen. Was uns als jetzt immer mehr auffiel war, dass anscheinend mehr Besucher als Mitarbeiter sich auf dem Gelände aufhielten. Ständig sah man kleine Grüppchen, die einem Menschen, der hier und dorthin zeigte und dazu Geschichten erzählte, hinterherliefen. Auch hatten fast alle dieselben Badges wie wir.

Eine Sache war aber noch auffälliger, nämlich dass das Prinzip Corporate Identity in dieser Firma wirklich großgeschrieben wird. Es gab soviel Merchandise, über T-Shirts, Regenschirmen, Handtüchern, Cappies, Fahrräder und sogar Hanteln. Überall prangerte das farbige Google Logo, der Name also allgegenwärtig. Neben dem tollen Essen in der Kantine werden dem Mitarbeiter auch viele andere Aktivitäten angeboten, Schwimmbad, Kraft- und Fitnessraum sind da schon fast eine Selbstverständlichkeit. Natürlich gibt es auch einen Duschraum und sogar einen Wäscheraum, im Grunde braucht man gar nicht mehr nach Hause, man wohnt einfach bei Google. Wenn man nicht aufpasst, wird man ganz schnell ein Googler, wie sich die Mitarbeiter spaßig selbst nennen.

Nach 2 Stunden herumführen, musste Herr Hevery wieder zu seiner Arbeit zurück und brachte uns zurück zum Empfang. Wie ich hörte, hat Google eine Zweigstelle in München eröffnet, mal sehen was es dort dann alles zu entdecken geben wird.

Google Server

Achso, Büroräume voller Spielsachen haben wir nicht zu Gesicht bekommen, nur hier und da gab es mal eine Ecke, wo etwas Lego oder Holzklötzer herumlagen. Die projizierten Suchanfragen vom Anfang unseres Besuches, stellten sich dann aber doch als Fake heraus. Schade eigentlich, jedoch hat mich von Anfang an das Fehlen von Suchanfragen mit nicht jugendfreiem Inhalt verwundert ;)

Das Bild von dem technischen Wirrwarr ist übrigens der damalige Google Server, mit dem der Stein ins Rollen gebracht wurde. Ein Stück Nostalgie also, mit zig hundert Festplatten. Sehr nett anzuschauen. Das Bild mit der Tafel ist der Plan der Googler, die Weltherrschaft an sich zu reißen ;) .

Googles Welt Plan

7 Kommentare
  1. Marion( Bastis Mutti) sagt:

    Hallo Basti,
    das muß ja überwältigend für euch bei Google gewesen
    sein. Aber für das Verwöhnprogramm müssen wohl die Mitarbeiter immer präsent sein?
    Na dann haltet euch ran, vielleicht ergibt sich was?!

  2. Basti sagt:

    Naja ein Praktikumsplatz wär kein Problem meinte Misko, aber die Amis reden eh immer etwas überschwenglich. Mal sehen, was sich ergeben word :)

  3. Hey Basti!

    Schön mal wieder was von dir zu hören :) ist ja in letzter zeit ein bisschen ruhiger um dich geworden, scheinst wohl viel im stress zu sein hm? ;) sehr intressant zu lesen, der bericht von google, ich würde gern mal ein paar monate dort arbeiten um die arbeitsweisen ein wenig kennenzulernen… also, streng dich an, und wenn du dann drin bist, schick mir ein stellenangebot ;)

    nagut, viel spass noch einstweilen, bleib gesund!

    LG, fabian

  4. Basti sagt:

    Naja so wie sich das angehört hat, kann eine Bewerbung nicht schaden. Praktikanten nehmen die Firmen hier wie Sand am Meer. Wie es mit der Bezahlung und Unterkunft aussieht weiß ich natürlich nicht.

    Hm, am Anfang wird man wahrscheinlich wirklich 3/4 seines Tages dort verbringen. Schon eine komische Vorstellung.

    Ja ich weiß, Asche auf mein Haupt. Werde die Woche noch ein paar Einträge fertigmachen. Am Wochenende gehts erstmal rüber zur Ostküste, nach New York.

  5. kuskus green sagt:

    …. oh mein gott….da schreibt ja jetz wohl wirkl jmd öfter….sehr schön basti! *alle daumen hoch*

    ja krass was ihr euch alles anschaut…hätt ja nich gedacht dass du son sigtseeing typ bist…aber siehe da. so irrt man sich.

    finds immer noch super das du dir so viel mühe machst…wenn du dann wieder hier bist müssen wa dringend foto-abend …nein besser…..dia-abend machen!

    bis dahin

  6. Marion( Bastis Mutti) sagt:

    Hallo Basti, nun sind wir aber alle ganz neugierig auf deine Berichte von den letzten Ausflügen. Da hast du doch sicher eine Menge zu erzählen. Also sei mal etwas fleißig und schreibe es auf. Es muss ja nicht alles auf einmal sein. Du kannst ja auch jeden Tag einen Kurzbericht und dafür öfter was schreiben. Auf Fotos sind wir auch gespannt!

    Noch eine Frage, wollt ihr euch bei Goggle oder einer anderen Firma in Kalifornien bewerben?
    Selbst als Praktikant wäre es ja nicht schlecht, so wie ich jetzt wieder gelesen habe, bekommt man nach dem Studium nicht gleich eine Anstellung, die Firmen
    wollen alle erst mal nur Praktikanten und daraus kann sich eine Anstellung ergeben.
    Liebe Grüße Mutti

  7. Ann sagt:

    lebst du noch???? :-S

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